Danke und alles Gute,  Ernst!


Unser Glossenautor »Ernst von Früher« verabschiedet sich von der Neuen Umschau

»Kling, Glöckchen, klingelingeling! Hier, lieber Horst, erklingt das Weihnachtsglöcklein und zugleich die Schiffsglocke zur letzten Fahrt der verrosteten alten Medienfähre.  Nun kann sich der greise Fährmann (85) ans Ufer jenes anderen Flusses setzen, und in Ruhe warten, bis der Kollege Charon ihn selber zur letzten Überfahrt abholt. Kurz: hier meine letzte Glosse. Ich liefere sie ab, nicht ohne Dir zu danken, daß Du meinen auktorialen Geist so viele Jahre unter schöpferischen Druck gesetzt hast. Nun aber ist es genug.«

So kann sich nur ein Ernst von Früher von der Neuen Umschau verabschieden. Über ein Jahrzehnt hat er unsere Leser (sicherlich ein ausgesuchter Kreis davon) mit seiner Sprachglosse auf der Seite 2 rechts oben unterhalten. In dieser Ausgabe nun hat er zum letzten Mal etwas für die Sprachbegeisterten unter den NU-Leserinnen und -Lesern abgeliefert.

Für mich ist dieser Abschied der zweite von diesem wortgewandten Mann, denn ich habe viele Jahre mit ihm als Chef bei einer heimischen Tageszeitung zusammengearbeitet. Nachdem er von dort seinen »richtigen« Ruhestand angetreten hatte, galt für mich immer: Wenn Du ein ernsthaftes sprachliches Problem hast: »Nicht verzagen, Kalle fragen!«

Köstlich sein profunder Beitrag zur Endung »ig« und deren Aussprache. Seitdem stolpere ich regelmäßig über König=Könich und Könige, sehr zur Freude meiner Kinder. Denn die haben mich schon erlebt, wie ich etwas »herrlick« fand – einfach herrlich.

Mit Ernst von Früher verliert die Neue Umschau eines von insgesamt drei Alleinstehungsmerkmalen. Immerhin: Heinz Grundel malt weiter seine Karrikaturen und ein Gedicht für die Seite 1 wird es auch weiterhin geben.

Bleibt uns nur noch, vielen Dank zu sagen –  Alles Gute, Ernst (keb)!   Horst Husemöller

ErnstvonFrueher»Ernst von Früher« bei der Arbeit.

Drei Tage volles Open-Air-Programm


The Hooters, MoTrip & Olson und Classic Open Air rocken die »Sommerbühne Lübbecke« am Alten Amtsgericht

Lübbecke. Weihnachten steht vor der Tür – die rechte Zeit, schon mal Vorfreude auf den kommenden Sommer zu wecken. Vom 23. bis 25. Juni 2017 wird der Hof des Alten Amtsgerichts wieder zur »Sommerbühne Lübbecke«. Und was da auf die Bretter kommt, das kann sich sehen und vor allem hören lassen: Von den Deutsch-Rappern »MoTrip« und »Olson« über die US-Rockband »The Hooters« bis hin zum Classic Open Air mit drei Ensembles aus der Lübbecker Musiker-Schmiede »Pro Musica« ist für unterschiedlichste Geschmäcker etwas dabei.

Nach der großartigen Premiere in 2015 waren sich die Organisatoren schnell einig, die »Sommerbühne Lübbecke« in 2017 um einen auf drei Tage zu erweitern. »Dabei wollen wir alle Altersgruppen von Jugend bis Best Agers bedienen, wobei erfahrungsgemäß die Grenzen heutzutage aber sehr fließend sind«, sagte Karl-Wilhelm Bruns, Chef der mit der Organisation betrauten Eventagentur KWB-Veranstaltungen in Rahden. »Rap, Rock und Klassik wird alle Geschmäcker treffen«, ist er sich sicher.

Und freut sich auf ein Wiedersehen mit »The Hooters«, die er bereits 1994 präsentierte - damals vor 7000 Besuchern auf der Deponie in Hille, »ein großartiges Konzert«, wie er sich heute noch gern erinnert. In Lübbecke werden zwar nicht 7000, aber doch gut 2000 Rockfans erwartet. Es ist übrigens das einzige Konzert der Band in OWL im Rahmen ihrer dann laufenden Deutschlandtour mit insgesamt 20 Shows. Sowohl für das Rockkonzert wie auch für die Rap-Nacht wird es Vorbands geben. Wer das sein wird, steht noch nicht fest.

Für den energiegeladenen Auftakt sorgen am Freitagabend (23. Juni 2017) zwei Artisten des Sprechgesangs, die sich in kurzer Zeit einen Namen in der HipHop – und Rap-Szene gemacht haben: »MoTrip« nennt sich der Aachener MC mit libanesischen Wurzeln Mohamed El Moussaoui, der mit »So wie Du bist« bis auf Platz 3 der deutschen Single-Charts stürmte und Platin-Status erreichte. Dem 28-Jährigen ist seither die Anerkennung des »Who is who« der deutschen Hip-Hopper sicher, von Kool Savas über Sido und Samy Deluxe bis hin zu Marteria. Unterstützt wird »MoTrip« vom nicht minder hoffnungsvollen Rap-Talent Oliver Groos, besser bekannt unter seinem Künstlernamen »Olson«, dessen Debütalbum »Ballonherz« es bis auf Platz 5 der deutschen Charts brachte.

Die sechs Herren aus Philadelphia, die dann am Samstag (24. Juni 2017) die Sommerbühne rocken werden, verdienen nichts weniger als das Prädikat »Legenden«. »All You Zombies«, »500 Miles«, »Satellite« oder »Johnny B«: Die Folk-Rock-Hymnen der »Hooters« sind in der Populärmusik so etwas wie der »Walkman« für die Technikgeschichte – einfach nicht wegzudenken. Sie haben beim größten Rockkonzert aller Zeiten auf der Bühne gestanden. Und auch wenn es am Alten Amtsgericht sicher etwas gemütlicher zugehen wird als bei »Live Aid«: Wer sich zu denen zählen darf, die in den vergangenen Jahren einen »Hooters«-Auftritt erlebt haben, der weiß, dass Eric Bazilian, Rob Hyman und Konsorten  mit derselben Energie und Spielfreude unterwegs sind, die diese Band seit 36 Jahren auszeichnen.
TheHooters300dpiThe Hooters« aus Philadelphia sind am 24. Juni kommenden Jahres auf der Lübbecker Sommerbühne zu erleben.

Am Sonntag (25. Juni 2017) kommen dann die Freunde klassischer Klänge voll auf ihre Kosten. Das Classic Open Air bildet diesmal den Abschluss des dreitägigen Events. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem Jungen Kammerorchester unter Leitung von Rosa Meyring, das diesmal mit Lehrkräften und Ehemaligen zu einem kompletten Sinfonieorchester erweitert wird, sowie mit der Bläserphilharmonie Lübbecke »Symphonic Wind«.

Orchesterleiter Martin Obermeier wird ein musikalisches Feuerwerk mit spanischen und lateinamerikanischen Rhythmen abbrennen. Passend dazu wird ein Ensemble, das sich dem Tangokönig Astor Piazzolla widmet, das Programm virtuos bereichern.

Dieses »musikalische Feuerwerk« hat gleich zwei ganz besonderen Anlässe: So besteht 2017 die Musikschule Lübbecke »Pro Musica« schon 20 Jahre, und 15 Jahre gibt es die Bläserphilharmonie »Symphonic Wind«. Nach dem großartigen Erfolg der ersten Kultursommerbühne 2015 habe er gleich zugesagt, die nächste Sommerbühne wieder mitzugestalten, sagte Martin Obermeier. Er verspricht einen grandiosen Klassik-Sommerabend 2017: »Auch dank der Volksbank Lübbecker Land, die uns als treuer Sponsorpartner seit Gründung von ‚Symphonic Wind‘ zur Seite steht und Großveranstaltungen wie diese so erst ermöglich«, betont der Musikschulleiter.

Das Junge Kammerorchester, von 40 Musiker mit Lehrkräften und Ehemaligen zahlenmäßig auf rund 50 Mitwirkende zu einem großen Sinfonieorchester aufgepeppt, wird Tänze aus Russland, Irland und Spanien auf höchstem Niveau präsentieren - auch mithilfe großartiger Solisten wie dem Solotrompeter des NDR. »Dazu kommt ein Tango-Ensemble mit zwei Akkordeonspielern und Streichern, das eigens für dieses Konzert gegründet wurde und die Zuhörer regelrecht mitreißen wird«, verspricht Obermeier. Dabei wird es genug Pausen geben, in denen sich die bis zu 700 Besucher mit Speisen und Getränken versorgen können.

Die »Sommerbühne Lübbecke« erlebt ihre zweite Auflage. Zur  Premiere hatte es 2015 begeisternde Auftritte von Mark Forster und der Pro-Musica-Ensembles gegeben. Mit der Ausweitung auf drei Veranstaltungstage wollen die Stadt Lübbecke und KWB Veranstaltungen das Programm für eine noch größere Zielgruppe öffnen.

Der für Kultur zuständige Dezernent der Stadt ist zuversichtlich, dass das mit dem geschnürten Paket gelingen wird. »Wir freuen uns auf ein tolles Festival für Lübbecke und Gäste aus dem ganzen Umland«, so Rolf Kleffmann, Leiter des Dezernats 1 Bürgerdienste im Rathaus Lübbecke.

Tickets

Karten für die »Sommerbühne Lübbecke« sind  ab sofort in allen Geschäftsstellen der Neuen Westfälischen und des Westfalen-Blattes sowie unter »www.adticket.de« erhältlich. Sie machen auch als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum eine gute Figur. Sie kosten

• 29 Euro für das Konzert am Freitagabend (23. Juni 2017)

• 37 Euro für das Konzert „The Hooters“ am Samstagabend (24. Juni 2017)

• 18 Euro für das Klassikkonzert am Sonntagabend (25. Juni 2017)

SommerbuehneGruppenfoto mit Veranstaltungsplakat vor dem Alten Amtsgericht Lübbecke mit von links Jan-Hendrik Maschke, Rolf Kleffmann, Karl-Wilhelm Bruns und Martin Obermeier (von links).

 

»Herr Dittmar war von der ersten Sekunde an bereit«


Schwerbehinderter Uhrenmacher findet  neue  Stelle bei Lübbecker Juwelier


Lübbecke. Seit nunmehr einem Jahr arbeitet Axel Dittmar im Geschäft von Katrin Weymann an der Bäckerstraße in Lübbecke. Mit Unterstützung der Agentur für Arbeit konnte die Juwelierin endlich einen Uhrenmacher für ihren Betrieb finden – und Herr Dittmer einen Arbeitsplatz.

»Zunächst war ich skeptisch, weil es um die Einstellung eines Schwerbehinderten geht, aber die Aufklärung, die ich durch Frau Vögeding vom Arbeitgeberservice der Agentur erhalten habe, hat mich dazu veranlasst, Herrn Dittmar eine Chance zu geben«, erläuterte Katrin Weymann, Inhaberin des Juwelier- und Uhrenmacherbetriebs in Lübbecke.

Die Unternehmerin, die das Uhrenmacher-Handwerk selbst erlernt hat, suchte schon länger einen neuen Uhrenmacher für die Unterstützung ihres Teams: »Als Führungskraft ist es mir leider nicht möglich, alle anstehenden Arbeiten selbst zu erledigen. Zunächst konnte ich aber keinen passenden Kandidaten finden – bis ich Herrn Dittmar kennenlernte.«

Der Herforder Axel Dittmar, der aufgrund eines künstlichen Hüftgelenks an einer Gehbehinderung leidet, wurde zunächst vom Spezialisten-Team für Menschen mit Behinderung der Agentur für Arbeit Herford – dem Reha-SB-Team – betreut. Zusätzlich bekam er Unterstützung von Fiona Vögeding. Frau Vögeding ist Spezialistin für die Stellenakquise für Schwerbehinderte. Sie führt Gespräche mit den Kunden des Reha-SB-Teams aus den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke und stellt den Kontakt zu möglichen Arbeitgebern her, um eine Integration in den 1. Arbeitsmarkt zu unterstützen.

Auch Axel Dittmar konnte sie helfen: Sie nahm Katrin Weymann ihre Skepsis und ermunterte sie, ihn zum Gespräch einzuladen – eine Entscheidung, die die Inhaberin des Familienunternehmens nicht bereut. »Herr Dittmar war von der ersten Sekunde an bereit – man hat sofort gemerkt, dass es passt. Als sich im Gespräch dann noch herausstellte, dass seine Behinderung seine Tätigkeit in keiner Weise einschränkt, waren alle Bedenken beseitigt. Danach ging alles ziemlich schnell«, erzählt Katrin Weymann. Auch einen Eingliederungszuschuss, ein Gehaltszuschuss für den Arbeitgeber für die erste Zeit im Betrieb, konnte von der Agentur gewährt werden.

Der Herforder, der das Uhrenmacherhandwerk nun schon seit Ende der 70er Jahre kennt, ist glücklich: »Ich wurde hier im Betrieb super aufgenommen und fühle mich wohl. Ich hoffe auch, dass mein Beispiel andere Schwerbehinderte dazu motivieren kann, nicht aufzugeben.«

Axel Dittmar ist mittlerweile ein Festangestellter in Katrin Weymanns Betrieb. Denn, so versichert Katrin Weymann: »„Herr Dittmar erledigt seine Arbeit stets zu meiner und der Zufriedenheit unserer Kunden – und dabei lernt er nicht nur von mir, sondern ich auch von ihm. Und das ist genau die Art von Beziehung, die ich mir zwischen mir und meinen Mitarbeitern wünsche.«

KatrinWeymannAxel Dittmar und Chefin Katrin Weymann in der Uhrenmacherwerkstatt.

Cartoon

GrundelJanuar2017

Ein großer Krimi-Reigen zum 50. Geburtstag

Bücherstube Oelschläger in Lübbecke feiert 2017 Jubiläum

IMG 2009Andrea Gerecke ist als einzige Autorin aus der heimischen Region vertreten.

L
übbecke (huse). Da freut sich der Krimifan. Nach der erfolgreichen »Uraufführung« der Krimitage im vergangenen Jahr, bei der alle Veranstaltungen restlos ausverkauft waren, hat die Bücherstube Oelschläger die »2. Lübbecker Krimitage - Mord am Wiehen« organisiert.

2017 feiert die Bücherstube in Lübbecke ihr 50-jähriges Bestehen. Auftakt zu diesem Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen und Aktionen bilden die Krimitage, zu denen ab Februar kommenden Jahres einige der bekanntesten duetschen Krimiautoren in Lübbecke zu Gast sein werden.

Wieder dabei ist Klaus-Peter Wolf mit seiner Frau und seinem druckfrischen elften Ostfriesenkrimi im Gepäck. Mechtild Borrmann und Volker Kutscher lassen ihre Protagonisten in den 1930er und 1940er Jahren ermitteln. Marc Eisberg ist für seine brillant recherchierten Wissenschaftskrimis bekannt, deren Visionen schon bald bittere Realität werden könnten. Andrea Gerecke beweist, dass auch in unserer Region das Böse zuhause ist und präsentiert ihren sechsten Fall um Alexander Rosenbaum.

Gleich zum Auftakt der 2. Lübbecker Krimitage können die Gäste ein neues Veranstaltungsformat erleben: Gisa Pauly trifft Martin Calsow, sie stehen sich im Krimiduell im »Schäppchen« gegenüber. Dazu gibt es einen passenden kulinarischen Pausensnack.

Die Termine, die Autoren:

Samstag, 11. Februar, Beginn 19 Uhr: »Gisa Pauly trifft Martin Calsow - Das Krimiduell«. Im Bürgerpark Schäppchen, das auch den leckeren »Pausensnack« zubereitet.

Gisela Pauly, geboren 1947 in Gronau, lebt seit 1949 in Münster. Sie war 20 Jahre Lehrerin, ehe sie die Schriststellerei für sich entdeckte. Die Krimireihe um Mamma Carlotta erfreut immer mehr Krimifans, so eroberte auch der 10. Band »Gegenwind« die Bestsellerlisten. »Dio Mio - Mamma Carlottas himmlische Rezepte« ist das erste Kochbuch zur Kultserie.

Martin Calsow wuchs am Rande des Teutoburger Waldes auf. Nach einem Zeitungsvolontariat arbeitete er bei verschiedenen Fernsehsendern. Ein langer Aufenthalt im Nahen Osten führte ihn schließlich zum Schreiben. Er lebt heute am Tegernsee. Im April 2011 erschien sein Debutroman »Der Lilith Code«. Im August 2013 startete er seine Krimireihe um Max Quercher. »Quercher und das Seelenrasen« ist im April 2016 als vierter Roman der Serie erschienen.

Dienstag, 14. Februar, Beginn 20 Uhr in der Bücherstube, Mechtild Borrmann »Das Trümmerkind«.

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie unter anderem als Tanz- und Theaterpädagogin und Wirtin tätig. Sie lebt als frei Schriftstellerin in Bielefeld.

Donnerstag, 2. März, Beginn 20 Uhr, in der Bücherstube, Volker Kutscher »Lunapark - Gereon Raths sechster Fall«.

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der 1930-er Jahre, gelang ihm auf Anhieb ein Beststeller, dem bisher vier weitere folgten.

Dienstag, 7. März, Beginn 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke, Klaus-Peter Wolf, »Ostfriesentod - Der elfte Fall für Ann Kathrin Klaasen«. Das Ganze mit Musik.

Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im gleichen Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln an die Küste gezogen und Wahl-Ostfriese geworden.

Samstag, 11. März, Beginn 20 Uhr in der Bücherstube, Marc Elsberg, »Helix - Sie werden uns ersetzen«.

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern »Blackout« und »Zero« etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Bücher wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft. Er war im übrigen schon einmal zu Gast in der Bücherstube. Im Jahre 2013 stellte er seinen Bestseller »Blackout« vor.

Mittwoch, 15. März, Beginn 20 Uhr in der Bücherstube, Andrea Gerecke, »Kein letzter Akt - ein Krimi aus Minden«.

Andrea Gerecke ist studierte Diplom-Journalistin und Fachreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Kurz vor dem Jahrtausendwechsel entdeckte sie die Liebe zum Landleben mit den dortigen kreativen Möglichkeiten. Heute arbeitet sie als freie Autorin und überregionale Journalistin. Ihre literarische Spezialität sind mörderische Geschichten, in denen ganz alltägliche Situationen kippen. Sie ist ein Mitglied der »Mörderischen Schwestern« und des »Syndikats« sowie des Leitungsteams der Mindener Lesebühne.

Unbenannt-2Am 23. April 2017 werden der Welttag des Buches und 50 Jahre B
ücherstube gefeiert. Aus diesem Anlass kommt Sandra Lüpkes nach Lübbecke, die im Rahmen der ersten Krimitage in diesem Jahr schon zu Gast bei den Oelschlägers war, als Mitglied der Krimiband »Hands up! & The Shooting Stars«.

Sandra Lüpkes kennt sich an der Nordsee und auf den Inseln bestens aus: Die Autorin ist auf Juist aufgewachsen und war viele Jahre selbst Gastgeberin für Nordseeurlauber. Im März nächsten Jahres erscheint ihr neues Buch »Inselfrühling - Frühlingsgefühle bei Windstärke zwölf«. Das wird sie dann wohl dabeihaben.

Automaten erzählen Lübbecker Stadtgeschichte

Foto-Ausstellung im Alten Rathaus öffnet am 29. November


IMG 2007Der Münzautomat »Kobold-Schokolade« stand in der Gaststätte W. Sander in Gehlenbeck.
L
übbecke. Das Deutsche Automatenmuseum Sammlung Gauselmann und das Museum der Stadt Lübbecke stehen seit Jahren in Kontakt und starten nun ein spannendes gemeinsames Projekt: »Automaten erzählen Stadtgeschichte« lautet das Motto einer Foto-Sonderausstellung, die ab dem 29. November im Alten Rathaus zu besichtigen sein wird.

»Automaten verbreiteten sich im Zuge der Industrialisierung ab den 1880er-Jahren im Deutschen Reich und hielten natürlich auch Einzug in die aufstrebende Kreisstadt Lübbecke«, berichten Sascha Wömpener und Jessica Midding vom Deutschen Automatenmuseum.

Inzwischen hat das Team des Stadtarchivs Lübbecke in einem ersten Schritt seine Fotosammlung gezielt nach Aufnahmen überprüft, auf denen Automaten abgebildet sind. »Dabei sind wir auf ganz wunderbare Aufnahmen gestoßen. Da wurde uns sofort klar, dass wir daraus eine Ausstellung machen möchten«, sagt Stadtarchivarin Christel Droste.

Die vielfältige Stadtgeschichte Lübbeckes wird in der Ausstellung, die im Kultur- und Medienzentrum Mediothek gezeigt wird, aus einem ganz neuen Blickwinkel heraus erfahrbar gemacht. Passend zu den Lübbecker Fotos wurde nämlich im Magazin des Deutschen Automatenmuseums nach dem jeweiligen Original des abgebildeten Automaten Ausschau gehalten. Historische Fotos erzählen nun gemeinsam mit Aufnahmen der Automaten Geschichten von früher.

So wird die Geschichte der Gaststätte Sander in Gehlenbeck und die des Lübbecker Kleinbahnhofs nachgezeichnet. Oder wie wäre es mit einem Abstecher in die Lübbecker »Bierhalle« des Seilermeisters Richard am Gänsemarkt? Richard führte dort den Vorgänger des legendären »Ührken« des Gastwirtes Meyer, der natürlich auch nicht vergessen wurde.

Doch nicht nur Automaten aus der Zeit der Jahrhundertwende, sondern auch Geräte aus den 1960er und 1970er Jahren stehen im Blick. »An die Kaugummi- und PEZ-Automaten, die früher fast alle Kinder magisch angezogen haben, denke ich selbst gern zurück!«, stellt Bettina Rohlfing vom Stadtarchiv schmunzelnd fest.

Die Sonderausstellung gewährt Einblicke in die Geschichte der jeweiligen Familien, ihrer Häuser und der dort angebrachten Automaten.

Ausstellungseröffnung ist   am 29. November, um 18:30 Uhr. Die Sonderausstellung wird bis zum 23. Dezember im Alten Rathaus zu sehen sein. Am 4. Dezember können Interessierte darüber hinaus an einer kombinierten Führung durch die Ausstellung und die Lübbecker Innenstadt teilnehmen. Sie beginnt um 11 Uhr im Alten Rathaus. Der Eintritt in die Sonderausstellung und die Teilnahme an der Führung sind frei.

IMG 2008Am Restaurant »Zur goldenen Uhr« stand ein Stollwerck-Automat.

 

 

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