Schloss Ippenburg: Saisonauftakt mit großem Frühlingsfest

Schloss Ippenburg. Noch beherrschen Schneeglöckchen und Winterling die Szene rund um Schloß Ippenburg. Der Küchengarten träumt von sonnenheißen Tagen und lauen Nächten. Alles wartet, die ersten Frühlingsvögel zwitschern – noch etwas zaghaft.

Spätestens seit dem vergangenen Jahr ist allen klar: Das Frühlingsfestival ist nicht mehr die kleine Schwester des großen Ippenburger Sommerfestivals, nicht mehr der kleine, zarte Ableger – nein, es ist eine grandiose Schau mit einem unwiderstehlichen Angebot! »Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.«
 
Auf geht’s! Nach Ippenburg zum 1. Mai!
3000 weiße Vergissmeinnicht werden zwischen Tausende Tulpen gepflanzt. Die holländische Blumenzwiebelkünstlerin Jacqueline van der Kloet, deren Kunst weltweit bewundert wird, entwarf auch für 2016 den Plan der Ippenburger Tulpenpracht.
Im Küchengarten wird aufgeräumt, das Saatbeet bereitet und die ersten Saaten ausgebracht. Im  »Lubera – Mundraubgarten«  werden die Spaliere gerichtet, frische Triebe angebunden, es wird »verschult«, geputzt und gestutzt – und im Glashaus sprießen schon die ersten Tomaten.
»Ich ruhe mich nicht darauf aus, dass Ippenburg den größten Küchengarten Deutschlands hat – nein, es soll auch der schönste und paradiesischste aller Küchengärten sein.« Viktoria von dem Bussche verfolgt das Ziel, einen kulinarischen Küchengarten zu erschaffen: »›Der Lubera – Mundraubgarten‹ gab den Anstoß – jetzt werde ich gemeinsam mit Markus Kobelt, der ihn im vergangenen Jahr anlegte, und mit dem Dreisterne-Koch Thomas Bühner  vom Restaurant La Vie in Osnabrück  mindestens 16 etwa drei Meter breite Streifen in den Feldern des Küchengartens schaffen und sie mit den besten Obstsorten bepflanzen, die Markus Kobelt zu bieten hat.  Es wird Spaliere mit dem rotfleischigen Apfel Redlove geben, blaue und grüne Feigen, Himbeeren, Brombeeren und noch vieles andere mehr.  Der Züchter, die Gärtnerin und der Koch – drei leidenschaftliche Menschen arbeiten gemeinsam an einem Projekt: Wenn das nicht paradiesisch wird!«
Auftakt und Saisonstart ist das Ippenburger Frühlingsfest vom 29. April bis zum 1. Mai!
»HOCHZEIT« heißt das Motto der Remisenschau in diesem Jahr – ein Traum in Weiß erwartet die Besucher, geschaffen von der Floristikmeisterin Gudrun Gosmann aus Osnabrück, deren barocke Lust und unerschöpfliche Kreativität das Ippenburger Publikum immer wieder begeistert und verzaubert.
Jacqueline van der Kloet führt durch ihre Tulpenpracht, Markus Kobelt, Obstzüchter aus der Schweiz, Schöpfer der »17 Paradiese« des Mundraubgartens, wird mit seiner Crew vor den Augen der Besucher die 16 neuen Obstspaliere im Küchengarten bepflanzen und dabei viele Fragen beantworten...
Mehr als  100 Aussteller verführen mit Pflanzen, Accessoires und allem, wonach wir uns am Frühlingsanfang sehnen, was wir brauchen oder schon immer mal haben wollten.

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Hier bleibt kein Wunsch unerfüllt – und viele neue Wünsche werden geweckt!

Sorge um alte Kastanie

Lübbecke. Die Zahl der Bäume, die das Lübbecker Stadtbild prägen, ist vergleichsweise übersichtlich. Das Exemplar auf dem Burgmannshof gehört dazu, das belaubte Ensemble zwischen ZOB und Volksbank und die Kastanie auf dem Feuerwehrplatz in Lübbecker Zentrum.  Zugegeben: Platz und Name sind eher nur etwas »älteren« Lübbeckern geläufig. Spricht man aber von »der Kastanie« im Lübbecker Zentrum, wissen viele sofort, um was es geht.
 
So herrschte auch Kopfschütteln bis Entsetzen darüber, dass kürzlich am Vorabend der Abfuhr von Gelben Säcken offenbar ein Brandstifter die rund um den Baum zur Abholung bereit gelegten Säcke angezündet und damit den Baum in Gefahr gebracht hat.
Es war am späten Abend, als Anwohner die Flammen bemerkten und sofort die Feuerwehr alarmierten. Die war wenig später da und hatte das Feuer schnell unter Kontrolle. Flammen und Hitze hatten die Borke des Baumes geschwärzt; es bestand die Gefahr, dass der Baum noch weit größeren Schaden genommen haben könnte. Diese Ansicht vertrat der Leiter des städtischen Bauhofes in einer ersten Stellungnahme. Sein niederschmetterndes Urteil: »Der Baum ist nicht mehr zu retten.«
Anlieger gaben sich damit aber nicht zufrieden. Sie wandten sich an Bürgermeister Frank Haberbosch. Der bestellte mit Jürgen Unger einen Experten der Baumpflege Eichhorn aus Hörstel. Unger kam, veranlasste umgehend die Entsorgung der verseuchten Erde rund um den Baum und riet dazu, vor dem Einsatz der Säge erstmal die Entwicklung des Baumes in der laufenden Vegetationsperiode abzuwarten.
Darüber hinaus nahm eine Anwohnerin Kontakt auf zu Michael Birke, einem vom Land NRW vereidigten Baumsachverständigen. Aufgrund der Informationen – Branddauer maximal rund 15 Minuten, Baumalter rund 90 bis 130 Jahre – kam der Experte ebenfalls zu der Ansicht, die gerade beginnende Vegetationsperiode abzuwarten: »Die Isolationswirkung der Rinde könnte gereicht haben, um das Kambium - Wachstumsschicht zwischen Bastzone und Borke - zu schützen; und das Feuer war sicherlich nach außen heißer als zum Stamm hin, da innen im Feuer weniger Sauerstoff zur Verbrennung zur Verfügung steht.«
Das Ziel, die Kastanie zu erhalten, unterstützen viele Lübbecker auch mit ihrer Unterschrift im Rahmen einer Aktion, die engagierte Anwohner gestartet haben. In nur wenigen Tagen haben sie bereits knapp 300 Unterschriften zum Erhalt des Baumes gesammelt. »Bis Ende April werden es sicher gut 1000 sein, die wir dann Frank Haberbosch übergeben wollen«, sind sich die Organisatoren sicher. (www.hallo-luebbecke.de)

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Die  rund um die Kastanie auf dem Feuerwehrplatz gestapelten Gelben Säcke brennen, die Flammen schlagen hoch am Stamm empor.

Parken am Krankenhaus chaotisch

Lübbecke (huse). Vom Lübbecker Krankenhaus aus hat man in den oberen Etagen einen schönen Überblick über das Lübbecker Land. Guckt man jedoch direkt am Haus herunter, dann ist der Anblick längst nicht mehr so schön, denn zu bestimmten Zeiten herrscht ein reger Kreiselverkehr, weil Besucher, Patienten oder Mitarbeitende dringend einen Parkplatz suchen.

Unser Foto entstand zu einem Zeitpunkt, als die Lage nicht mehr ganz so chaotisch war. Doch bisweilen parken die Leute weit in Richtung B 65, in Richtung Obermehnen gleich auf beiden Seiten und nutzen auch den schmalen Streifen des Parkplatzes in Richtung Norden, um dort ihr Auto unterzubringen. Vor allem auch aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss dringend etwas getan werden, um hier Abhilfe zu schaffen.
Gerald Oestreichs erste Großtat als Verwaltungschef in Lübbecke war ein Tauschgeschäft mit dem Besitzer der Felder im Norden des Hauses. Jetzt ist eigentlich wieder solch ein Streifen fällig. Kreis und Stadt müssen sich etwas einfallen lassen, um die Lage zu entschärfen. Die Stadt könnte bis dahin schon  was tun: Nämlich die Hostessen abziehen, die doch tatsächlich den Randparkern auf dem Parkplatz Knöllchen verpassen.

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Unser Foto entstand zu einem Zeitpunkt, als die Parkplatzsituation nicht mehr ganz so chaotisch war.

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