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Der TuS N-Lübbecke eilt von Sieg zu Sieg

Lübbecke. (huse) Da muss man lange zurückdenken, um sich zu Zeiten in der 1. Bundesliga an eine solche Siegesserie des TuS N-Lübbecke zun erinnern. Ich verfolge den Handball hierzulande nun seit über 30 Jahren und mir fällt zu diesem Thema nicht wirklich etwas ein.

TuS-N-LübbeckeAber, sei´s drum. Der heimische Bundesligist hat sich in den letzten Wochen in eine bestechende Form gespielt. Hätte man dem ersten Überraschnungssieg im November gegen die Rhein-Necker Löwen im anschließenden Auswärtsspiel in Balingen Weilstetten nicht eine vermeidbare Ein-Tor-Niederlage folgen lassen, ja wo stünden wir denn dann? Also: Anfang Dezember kam der TV Großwallstadt in die Lübbecker Kreissporthalle. Da haben eigentlich alle Fans schon mal ein mulmiges Gefühl, denn an einen Sieg gegen die Mannschaft vom bayrischen Untermain sah es jahrelang immer düster aus (was prinzipiell schon zu Zeiten eines Kurt Klühspieß begonnen hat). Doch, weit gefehlt. Dieses Mal beherrschte der TuS N-Lübbecke die Gästemannschaft, die lediglich in der zweiten Spielhälfte einmal gefährlich nah heran kam. 32:27 endete die Partie, was man aus heutiger Sicht schon fast als »standesgemäß« bezeichnen darf.

Auf jeden Fall hat dies in Sachen Selbstvertrauen einiges bewirkt, was als nächster Gegner der deutsche Meister aus Hamburg zu spüren bekam. Der kam, wie schon die Rhein-Neckar Löwen wenige Wochen zuvor, aus dem Staunen nicht mehr heraus. 14:12 führte die Mannschaft von Trainer Markus Baur zur Pause. Na ja, dachte manch einer, das halten die niemals durch. Doch, es kam ziemlich anders. Allerdings war am Ende für mehr Spannung gesorgt, als man bei einem Zwischenstand von 30:25 für die Hausherren fünf Minuten vor Spielende gedacht hatte. Die Hamburger rückten noch einmal bedrohlich näher, doch am Ende hieß es 32:31 für den TuS N-Lübbecke, der ein weiteres Mal unter Beweis gestellt hatte, was in dieser Mannschaft steckt. Vier Tage später trat der TuS N in Wetzlar an, wo es im ersten Spielabschnitt zunächst so aussah, als wolle man auswärts wieder einmal ein bisschen schwächeln. Doch nach dem Seitenwechsel steigerte sich die Mannschaft vor allem auch in der Abwehr, so dass am Ende durch ein 28:24 die nächsten beiden Meisterschaftspunkte eingefahren waren.

Fast in jedem Spiel tun sich einzelne Spieler besonders hervor. Doch an dieser Stelle muss man sicherlich allmählich mal denjenigen hervorheben, der seit Wochen, bedingt durch die Verletzung von Nikola Blazicko, zu Dauereinsätzen kam: Dario Quenstedt wurde ins kalte Wasser geworfen und hat sich von Spiel zu Spiel besser an die Erstligaluft gewöhnt und seine Mannschaft inzwischen in schwierigen Lagen oft auf die Erfolgsspur zurück befördert. Summa summarum brachte diese sicherlich von kaum jemandem erwartete, fast schon sensationelle Erfolgsserie den TuS N-Lübbecke vorübergehend auf den achten, aktuell auf den siebten Tabellenplatz. Nach der Niederlage der Lemgoer in Magdeburg steht man damit sogar einen Platz vor dem TBV.

Nun geht es in diesem Jahr noch zweimal zur Sache. Gegen MT Melsungen und am Samstag, im letzten Heimpiel des Jahres 2011, in der Kreissporthalle gegen Hannover-Burgdorf. Spielbeginn ist am Samstag, 27. Dezember, um 20:15 Uhr. Beide Gegner rangieren in der Tabelle unterhalb der Baur-Truppe. Es wäre also durchaus denkbar, dass die zur Zeit prächtig aufgelegte Mannschaft mit vier Punkten auf der Habenseite dem Jahreswechsel entgegensehen könnte. Ein Punktekonto von 22:14 ist möglich und wäre bis zu diesem Zeitpunkt der Saison ein gigantischer Erfolg.

Zu guter Letzt: Nach dem nicht ganz einfachen Erfolg im Pokal bei der SG Leutershausen ist dem TuS N der VfL Gummersbach als nächster Gegner zugelost worden. Da erinnert man sich gern an das 40:25 in der Meisterschaft. Auch das macht kein wirkliches Kopfzerbrechen.

Frank Løke

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