Kampf dem wilden Müll und Grünabfällen

Stadt Lübbecke ruft Bürgerinnen und Bürger zu Mithilfe auf

Lübbecke. Förster, Bauern und städtische Grünpfleger können gemeinsam ein Lied davon singen: Pünktlich mit dem Frühling beginnt auch wieder die Saison der wilden Müll- und Grünabfallentsorgung. Die Stadt Lübbecke nimmt das zum Anlass, ihre Bürgerinnen und Bürger eindringlich zu verantwortungsvollem Umgang mit der Umwelt aufzurufen.

Weder Sperrmüll noch Rasen- oder anderer Grünschnitt gehören in den Wald oder an Feldränder, geschweige denn in Bachläufe. Aktuell prominentes Beispiel einer solchen wilden Deponie ist der Blasheimer Bach zwischen Grundweg und B 65. Nachdem der Wasserverband Große Aue erst vor Wochenfrist den Bach von Autotüren, einem Heizkörper, Betonpfählen und anderem Unrat befreit hatte, haben offenkundig rücksichtslose Herrschaften dort in der Zwischenzeit erneut ihre Abfälle abgelagert.

Dazu äußerte sich Martin Pöttker vom Lübbecker Baudezernat: »Zusammen mit den Wasserverbänden Große Aue und Weserniederung bemühen wir uns seit Jahren, unsere Gewässer so zu gestalten und zu unterhalten, dass ein guter ökologischer Zustand erreicht werden kann. Das wird durch die Dreistigkeit und Unachtsamkeit einiger weniger zum Schaden aller zunichte gemacht.«

MuellUmweltfrevler am Werk: Ohne Unrechtsbewusstsein werfen gewissenlose Zeitgenossen Müll in die Landschaft.

Aber nicht nur so offensichtliche Fälle von Sperrmüllentsorgung in der Natur sind für die Stadt –   und damit auch   für den Steuerzahler – ein Ärgernis, auch natürliche, scheinbar kompostierbare Abfälle werden in Wald und Flur schnell zum Problem. Vor allem an Wald- und Moorrändern werden immer wieder Rasenschnitt und Pflanzenreste entsorgt, häufig ohne jegliches Unrechtsbewusstsein und in der irrigen Annahme, diese seien als eine Art »Kompost« unschädlich oder würden den Boden gar düngen.

»Das ist gefährlicher Unsinn«, so Armin Feiler. Unabhängig vom unschönen Anblick – und nicht selten auch Geruch – entstünden ernste ökologische Probleme, so der Leiter des Bereichs Grün und Umwelt: »Die Gärung und Fäulnisbildung, insbesondere bei Rasenschnitt, setzt zum Beispiel Baumwurzeln erheblich zu. Die toxischen Sickerstoffe schädigen die Mikroorganismen im Boden und bringen den natürlichen Nährstoffkreislauf aus dem Gleichgewicht. Durch die veränderte Bodenbeschaffenheit wird die natürliche Vegetation häufig von Brennnesseln und anderen Stickstoff liebenden Pflanzen verdrängt.«

Ein weiteres Problem seien Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder Samen von invasiven Pflanzen, die häufig mit Grünschnitt in die Umwelt kämen und derer man anschließend kaum noch Herr werde. Insbesondere an Waldrändern lockten die gärenden Haufen mit ihren Schnecken und Würmern zudem Wildschweine geradezu magisch an, nicht selten mit der Folge, dass sie irgendwann in den benachbarten Gärten auftauchten.

Wer Gartenabfälle und Grünschnitt einfach in Feld und Flur entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. In der Natur sind sie rechtlich gesehen Müll – und ihre Entsorgung kein Kavaliersdelikt.

In Extremfällen drohen Bußgelder in bis zu fünfstelliger Größenordnung. Deutlich günstiger kommt da eine fachgerechte Entsorgung bei einem der heimischen Betriebe, die Grünabfälle zur Kompostierung annehmen.

»Im Interesse unserer Gemeinschaft werden wir Verstöße zur Anzeige bringen und verfolgen«, kündigt Martin Pöttker an. In krassen Fällen behalte sich die Stadt auch vor, Belohnungen auszusetzen, um eines Verunreinigers habhaft zu werden.

Gummersbach – ein Funke Hoffnung bleibt!

TuS N-Lübbecke verliert unglücklich gegen Tabellenletzten Eulen Ludwigshafen

Lübbecke. Der TuS N-Lübbecke hat in seinem Donnerstagspiel eine äußerst bittere 28:29 (12:13)-Niederlage gegen den Tabellenletzten Eulen Ludwigshafen einstecken müssen und rutschte damit vorübergehend sogar auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Die Nettelstedter erwischten klar den besseren Start. Sicher verwandelte Luka Rakovic seine Torchance zum 1:0 und auch Ante Kaleb traf ohne nennenswerte Gegenwehr – aus dem Rückraum zum 2:0-Vorsprung, nachdem Peter Tatai seine erste Parade gezeigt hatte. Lukasz Gierak aus halblinker Position schaffte das 3:1 und Ante Kaleb hatte beim 4:1 etwas Glück, der gegnerische Torwart (Stefan Hanemann spielte bei den Gästen durch) langte mit dem Fuß den Ball auch ein wenig selber noch rein. Per zweiter Welle traf der beste TuS-Schütze dieses Abends, Lukasz Gierak (9/6), zum 5:2 Das sah alles noch recht ansprechend aus.

Doch danach hatten die Gäste aus Ludwigshafen einen 6:2-Lauf und lagen plötzlich in Führung. Nicht gerade förderlich für das Spiel der Ziercke-Schützlinge waren danach in der Mitte der ersten Halbzeit Zeitstrafen für Moritz Schade, dem dann auf dem Fuße Peter Tatai folgte, weil er sich wieder einmal mit dem Schiedsrichter anlegen musste. Der TuS N fand danach nicht wieder zurück zu seinem guten Spiel in der Anfangsphase und so kam es, wie es in dieser Saison so häufig kam. Zum Ende hin waren die Eulen schließlich immer ein bisschen näher an einem Auswärtssieg.

TrainerTrainer Aaaron Ziercke hatte es auch gegen die Eulen nicht leicht an seinem Arbeitsplatz.

Beim Stande von 28:28 hatten die heimischen Fans noch einmal Hoffnung auf wenigstens einen Punkt. Doch den ließen sich die Gastgeber in den Schlusssekunden klauen, denn David Schmidt knallte den Ball noch einmal zum 28:29-Endstand in die Maschen von Peter Tatai.

Trainer Aaron Ziercke: »Es gab ein paar Knackpunkte, die zu unserer Niederlage geführt haben. In Überzahl fällt uns der Ball auf den Fuß. Dann kassieren wir Mitte der ersten Halbzeit zwei Zeitstrafen gleichzeitig. Da war dann der Spielfluss weg, und die Kurve haben wir dann nie mehr richtig gekriegt. Es gab dann in der zweiten Halbzeit zu viele Situationen, in den wir Angst gezeigt haben. Unsere Zweikämpfe waren oft nicht so, wie das hätte sein sollen. Zudem hat der Gegner zu oft die Nahtstellen in unserer Deckung gefunden.«

Einen Lichtblick gab es dann noch am Wochenende: Hüttenberg verlor gegen Erlangen und sitzt nun wieder auf dem Abstiegsplatz 2. Die Nettelstedter haben nicht mehr allzu viele Gelegenheiten, ein Spiel zu gewinnen. Am Donnerstag, 17. Mai, geht es zum VfL Gummersbach. Da könnte man ein Fünkchen Hoffnung auf einen, vielleicht sogar zwei Punkte haben. Gleichzeitig muss man immer ein Auge darauf haben, dass weder die Eulen noch die Hüttenberger »Dummheiten« machen. Dann geht´s in die falsche Richtung los. Möglicherweise aber fällt die endgültige Entscheidung über den Klassenverblieb sogar erst am letzten Spieltag im Derby gegen Lemgo, am 3. Juni.

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mai2018

Ab ins Wasser!

Endlich! Am 6. Mai ist Anbaden beim Dümmer-Erwachen

Dümmer. Am 6. Mai startet mit dem traditionellen Anbaden die Badesaison am Dümmer-See. Politiker, Touristik-Unternehmer und viele Freiwillige springen ins kühle Wasser und zeigen sich in historischen Badekostümen.

Freiwillige Schwimmer sind hierbei gerne gesehen. Es werden   Badeanzüge und bei niedrigen Wassertemperaturen   Neoprenanzüge bereitgestellt. Derweil können sich die jüngeren Zeitgenossen beim SUP-Polo (einem Polospiel auf Surfbrettern mit Paddel und Wasserball) untereinander messen.

DueEr17 Anbader tanzen AIm vergangenen Jahr hatten die Anbader einen Heidenspaß. Der wird auch für das Anbaden 2018 versprochen.

»Aber halt mal,« fragen manche Besucher, »Baden im Dümmer-See, kann man das denn überhaupt noch?« Der See wurde innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte bekanntermaßen von einigen Badeverboten getroffen. Was jedoch die meisten Gäste nicht wissen ist, dass sich das Dümmer-Wasser über den stetigen Hunte-Zufluss rund sechs Mal im Jahr komplett austauscht. So kann man getrost von wechselnden Bedingungen sprechen und im Sommer 2017 waren sogar alle Messergebnisse zur Badegewässerqualität an den Dümmer-Stränden »gut« bis »ausgezeichnet«.

Wer   trotzdem nicht ins Wasser springen möchte, der kann als Zuschauer das Anbaden erleben. Der Hauptteil des Programms wird ohnehin an Land geboten. Zwischen der Blumenausstellung, verschiedenen Kunsthandwerkerständen, Imbiss- und Getränkebuden bleibt vor der Bühne des DJ »MakeMeSmile« ausreichend Platz zum Tanzen. Begleitet wird er von der Schlagersängerin Nancy Frank, die im Laufe des Nachmittags auftreten und für gute Stimmung sorgen wird. Während der Musikpausen kann man für einen guten Zweck Springseil springen. Der am meisten erwartete Wettkampf ist jedoch wie in jedem Jahr der beliebte »Herforder-Fun-Cup«, bei dem Gruppen zu je vier Personen bei drei lustigen Spaßwettkämpfen um attraktive Preise ringen können.

DuemmersegelnDer Dümmer ist ein beliebtes Segelrevier.

Die wichtigsten Gäste sollen nicht zu kurz kommen. Für alle Kinder wird ein buntes Programm geboten, unter anderem Kinderschminken, ein Kinderklinkertisch, Unterhaltung mit einem Verwandlungskünstler und junge Osterlämmchen zum Streicheln vom Schäferhof im Ochsenmoor.

Jung-Kicker messen ihre Kräfte

Sie sind auf den Geschmack gekommen beim TuS Stemwede. Die 41. Auflage des internationalen U19-Fußballturniers wird erneut am Wochenende um Himmelfahrt ausgetragen. Gesetzt wird auch weiterhin auf zehn Mannschaften. Der dreitägige Wettbewerb zählt ohne Frage zu den sportlichen Höhepunkten eines Jahres im Altkreis. Alles dazu auf www.u19-stemwede.de

 

 

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