Flughafensoftware steuert Klinik und optimiert Prozesse

Krankenhaus Lübbecke-Rahden erhält Preis für Krankenhauslogistik

Lübbecke/Leipzig. Die Geschäftsführerin des Krankenhauses Lübbecke- Rahden Dr. Christine Fuchs hat im Rahmen der Eröffnung der Fachmesse für Krankenhauslogistik »med.Logistica« den mit 6.000 Euro dotierten Leipziger Preis für Krankenhauslogistik erhalten. Die Auszeichnung wurde für die Entwicklung und den Einsatz der neuen Software »Healthcare-Control-Center-Tool (HCC)« mit der Firma Visality Consulting vergeben.

 

Innovationspreis editedGeschäftsführerin Dr. Christine Fuchs und Dr.-Ing. Marco Emmermann erhielten auf der med.Logistica den Leipziger Preis für Krankenhauslogistik.

Für das Healthcare-Control-Center-Tool (HCC) wurde ein von Visality entwickeltes und bisher auf Flughäfen angewandtes Konzept der digitalen Planung und Steuerung auf die Prozesse im Krankenhaus übertragen. Das Ergebnis dieser Anwendung sind schneller versorgte Patienten, kürzere Liegezeiten auf den Stationen sowie eine reibungslosere und transparentere Organisation des Entlassmanagements. Eine achtköpfige Fachjury wählte das Gewinnerprojekt aus 20 Einreichungen aus.

»Am diesjährigen Gewinnerprojekt aus Lübbecke war besonders beeindruckend, dass das eingeführte System eine ganzheitliche Lösung darstellt«, erklärte Professor Dr. Hubert Otten, Sprecher der Jury des Leipziger Preises für Krankenhauslogistik und Leiter des Kompetenzzentrums eHealth an der Hochschule Niederrhein. »Eine Lösung, die sowohl eine Optimierung der Primärprozesse ermöglicht als auch die Steuerung von Sekundärprozessen erlaubt.»

Primär- bzw. Kernprozesse bezeichnen Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen und sind im Krankenhaus auf die medizinische Versorgung ausgerichtet; Sekundärprozesse, wie zum Beispiel Logistik oder Personalwesen, unterstützen diese primären Prozesse.

»Wie fast allen Kliniken in Deutschland fehlte auch uns die übergreifende Transparenz in Teilschritten im Gesamtprozess der Patientenbehandlung, um detailliert Engpässe zu Prozesspartner im Krankenhaus als gleichberechtigt und gleichermaßen wichtig für die Erreichung einer optimalen Termintreue begreifen«, legte Dr. Emmermann dar.

»Vor rund anderthalb Jahren sind wir gestartet, seit September 2018 läuft das System im Live-Betrieb an unserem Standort in Lübbecke. Der Leipziger Preis für Krankenhauslogistik zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nicht zuletzt beweist er, dass auch ein Kreiskrankenhaus der Grund- und Regelversorgung Innovationen gestalten kann«, betont Dr. Christine Fuchs. »Mithilfe des HCC-Tools werden alle für ein optimales Entlassmanagement nötigen Informationen systematisch zusammengezogen – beginnend mit der Einweisung und der Patientenaufnahme sowie der ersten Arbeitsdiagnose bis zur nachstationären Versorgung«, erörterte Dr. Marco Emmermann.

Bis zum Vorliegen einer Arbeitsdiagnose habe es früher oft bis zu drei Tage gedauert. »Ziel ist jetzt das Ende des ersten Tages«, hob Dr. Fuchs hervor. »Denn die Arbeitsdiagnose weist die Richtung, ob ein Entlassmanagement mit Einschalten des Sozialdienstes, der Organisation von häuslicher Unterstützung wie zum Beispiel Hilfsmitteln, Pflegebett, ambulanter Pflege nach der Entlassung nötig wird«, unterstrich sie.

»Sieben Fallmanager arbeiten am Krankenhaus Lübbecke-Rahden mit dem System. Sie nehmen an der interdisziplinären Teambesprechung teil, vergeben für jeden Meilenstein Zeitstempel und verfolgen, ob die nötigen Aktivitäten im Sinne der Patienten erfüllt werden. Verzögert sich ein Termin oder fehlt ein Dokument, wird dieser Engpass sofort im HCC-Tool in der Teambesprechungsmaske angezeigt. Die Gründe werden mit den beteiligten Berufsgruppen besprochen – und der Workflow wird entsprechend nachjustiert«, schilderte Dr. Fuchs aus dem Krankenhausalltag. Dies intensiviere und verbessere die interprofessionelle Kommunikation und Zusammenarbeit. »Bereits in der Planung waren die verschiedenen Berufsgruppen in der 15-köpfigen Projektgruppe beteiligt, denn ohne Akzeptanz der Nutzer funktioniert ein solcher

Organisationswandel nicht. Die Abteilungen haben ihre Ziele selbst festgelegt«, so Dr. Fuchs. Erste Nutzenmessungen auf den Stationen Allgemein- und Unfallchirurgie des Krankenhauses Lübbecke machten schon Erfolge sichtbar: »Die Pflegeanamnese ist nach kurzer Zeit des HCC-Einsatzes bereits zu 85 Prozent und die Einbindung des Sozialdienstes zu 79 Prozent pünktlich gewesen. Außerdem lagen die Arbeitsdiagnosen bereits zu 70 Prozent rechtzeitig am ersten Tag vor.«  

Lübbecke/Leipzig. Die Geschäftsführerin des Krankenhauses Lübbecke- Rahden Dr. Christine Fuchs hat im Rahmen der Eröffnung der Fachmesse für Krankenhauslogistik »med.Logistica« den mit 6000 Euro dotierten Leipziger Preis für Krankenhauslogistik erhalten. Die Auszeichnung wurde für die Entwicklung und den Einsatz der neuen Software »Healthcare- Control-Center-Tool (HCC)« mit der Firma Visality Consulting vergeben. Für das Healthcare-Control- Center-Tool (HCC) wurde ein von Visality entwickeltes und bisher auf Flughäfen angewandtes Konzept der digitalen Planung und Steuerung auf die Prozesse im Krankenhaus übertragen. Das Ergebnis dieser Anwendung sind schneller versorgte Patienten, kürzere Liegezeiten auf den Stationen sowie eine reibungslosere und transparentere Organisation des Entlassmanagements. Eine achtköpfige Fachjury wählte das Gewinnerprojekt aus 20 Einreichungen aus. »Am diesjährigen Gewinnerprojekt aus Lübbecke war besonders beeindruckend, dass das eingeführte System eine ganzheitliche Lösung darstellt«, erklärte Professor Dr. Hubert Otten, Sprecher der Jury des Leipziger Preises für Krankenhauslogistik und Leiter des Kompetenzzentrums eHealth an der Hochschule Niederrhein. »Eine Lösung, die sowohl eine Optimierung der Primärprozesse ermöglicht als auch die Steuerung von Sekundärprozessen erlaubt.» Primär- bzw. Kernprozesse bezeichnen Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen und sind im Krankenhaus auf die medizinische Versorgung ausgerichtet; Sekundärprozesse, wie zum Beispiel Logistik oder Personalwesen, unterstützen diese primären Prozesse. »Wie fast allen Kliniken in Deutschland fehlte auch uns die übergreifende Transparenz in Teilschritten im Gesamtprozess der Patientenbehandlung, um detailliert Engpässe zu Prozesspartner im Krankenhaus als gleichberechtigt und gleichermaßen wichtig für die Erreichung einer optimalen Termintreue begreifen«, legte Dr. Emmermann dar. »Vor rund anderthalb Jahren sind wir gestartet, seit September 2018 läuft das System im Live- Betrieb an unserem Standort in Lübbecke. Der Leipziger Preis für Krankenhauslogistik zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nicht zuletzt beweist er, dass auch ein Kreiskrankenhaus der Grundund Regelversorgung Innovationen gestalten kann«, betont Dr. Christine Fuchs. »Mithilfe des HCC-Tools werden alle für ein optimales Entlassmanagement nötigen Informationen systematisch zusammengezogen – beginnend mit der Einweisung und der Patientenaufnahme sowie der ersten Arbeitsdiagnose bis zur nachstationären Versorgung«, erörterte Dr. Marco Emmermann. Bis zum Vorliegen einer Arbeitsdiagnose habe es früher oft bis zu drei Tage gedauert. »Ziel ist jetzt das Ende des ersten Tages«, hob Dr. Fuchs hervor. »Denn die Arbeitsdiagnose weist die Richtung, ob ein Entlassmanagement mit Einschalten des Sozialdienstes, der Organisation von häuslicher Unterstützung wie zum Beispiel Hilfsmitteln, Pflegebett, ambulanter Pflege nach der Entlassung nötig wird«, unterstrich sie. »Sieben Fallmanager arbeiten am Krankenhaus Lübbecke-Rahden mit dem System. Sie nehmen an der interdisziplinären Teambesprechung teil, vergeben für jeden Meilenstein Zeitstempel und verfolgen, ob die nötigen Aktivitäten im Sinne der Patienten erfüllt werden. Verzögert sich ein Termin oder fehlt ein Dokument, wird dieser Engpass sofort im HCCTool in der Teambesprechungsmaske angezeigt. Die Gründe werden mit den beteiligten Berufsgruppen besprochen – und der Workflow wird entsprechend nachjustiert«, schilderte Dr. Fuchs aus dem Krankenhausalltag. Dies intensiviere und verbessere die interprofessionelle Kommunikation und Zusammenarbeit. »Bereits in der Planung waren die verschiedenen Berufsgruppen in der 15-köpfigen Projektgruppe beteiligt, denn ohne Akzeptanz der Nutzer funktioniert ein solcher Organisationswandel nicht. Die Abteilungen haben ihre Ziele selbst festgelegt«, so Dr. Fuchs. Erste Nutzenmessungen auf den Stationen Allgemein- und Unfallchirurgie des Krankenhauses Lübbecke machten schon Erfolge sichtbar: »Die Pflegeanamnese ist nach kurzer Zeit des HCCEinsatzes bereits zu 85 Prozent und die Einbindung des Sozialdienstes zu 79 Prozent pünktlich gewesen. Außerdem lagen die Arbeitsdiagnosen bereits zu 70 Prozent rechtzeitig

Tanzen mit »SunBeach«

Lübbecke. Eine wichtige Neuerung gibt es in diesem Jahr: Die Schützenkönige in Lübbecke werden erstmals seit 1883 wieder in einem ungeraden Jahr ermittelt. Nach dem Königsschießen im Jubiläumsjahr nutzt man die Gelegenheit, um so künftig die sportlichen Sportereignisse zu vermeiden.

Sunbeach edited»SunBeach« sollen auf dem Schützenball für Stimmung sorgen.

Das 527. Lübbecker Bürgerschützenfest startet am Freitag, 28. Juni, um 18:50 Uhr mit dem Antreten auf dem Busbahnhof. Um 19 Uhr ist Abmarsch zum Schützenplatz, wo um 20:30 Uhr im Zelt der Festkommers beginnt. Um 0 Uhr ist dann der Abmarsch mit einem Fackelzug zum Burgmannshof.

Am Samstag, 29. Juni, ist um 15:45 Uhr Antreten auf dem Marktplatz. 16 Uhr Abmarsch zum Schützenplatz, dort ab 17 Uhr Platzkonzert. Um 17:15 Uhr beginnt des Jungschützenschießen, ab 20 Uhr ist großer Schützenball mit der Showband »SunBeach«.

Sonntag, 30. Juni: 10:30 Uhr Antreten auf dem Busbahnhof, 11 Uhr Festakt auf dem Marktplatz, 12 Uhr Abmarsch zum Schützenplatz. Dort beginnt um 14 Uhr das Königsschießen. Um 19 Uhr ist die Proklamation der neuen Majestäten geplant.

Böllerschüsse künden vom Schützenfest

Drei Kanonen werden im richtigen Moment zu hören sein

Artillerie editedSie freuen sich über drei Jubiläen im Jahre 2019 und ein dazu passendes, tolles Schützenfest: Christoph Barre, Andreas Bothe, Freddy Henkel und Hans-Gerd Tantius (von links). Foto: Kai Wessel

Lübbecke. Wenn am Wochende in Lübbecke Schützenfest gefeiert wird, dann werden in diesem Jahr die Kanonen der Artillerie womöglich besonders laut sein, denn die Artillerie der Lübbecker Bürgerschützen feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen.

»Als im Jahre 1844 mit einer gestifteten Böllerkanone die Artillerie im Lübbecke Bürgerschützen-Bataillon gegründet wurde, galt damals: Je radikaler man für Demokratie und Freiheit eintrat, desto schärfer war man aufs Schießen und Böllern. Unter Schwaden von Schwarzpulverdampf und dem Donnern der Büchsen und Böller konstituierte sich kurze Zeit später ein neues Vorparlament.«

Hans Gerd Tantius editedHans-Gerd Tantius präsentiert die Jubiläumsorden des Flaschenzuges. Foto: Kai Wessel

Das schreibt der Kommandant der Artillerie, Hauptmann Andreas Pothe, in seinem Grußwort in der Jubiläumsbroschüre, für die Heinrich Esdar verantwortlich zeichnet. Auf insgesamt vier Kanonen wuchs der Bestand im Laufe der Jahre. Allerdings gab es nach dem Krieg einen Einschnitt, als nämlich die Briten drei der vier alten Böllerkanonen konfiszierten. Durch eine Detonation im Keller des Rathauses wurden die drei vollständig zerstört. Anton Kolck konnte eine Kanone in Sicherheit bringen, sie kam erst Jahre später wieder ans Tageslicht.

Ende der 50er-Jahre keimte die Idee einer Wiederbelebung der Artillerie auf, die schließlich in die Tat umsetzt wurde. 1961 stiftete Anton Kolck die erste Kanone, die den Namen »Der laute Otto« bekam. Robert Kolck stiftete 1974 die zweite Kanone, Ernst-Ludwig ­Barre die dritte zum 150-jährigen Bestehen der Artillerie. Und diese drei Kanonen werden das Schützenfest 2019 begleiten und in den richtigen Momenten unüberhörbar böllern. Und das nun schon 175 Jahre lang.

Kanonen 1930 edited16. Juni 1930: Die alten Böllerkanonen von 1844 sind im Einsatz. In der Mitte: Artilleriekommandant Wilhelm Hüdepohl.

40 Jahre Schützen-Musik-Corps

Nicht nur die Artillerie hat Grund zum Feiern, sondern auch das Schützen-Musik-Corps, das es seit 40 Jahren gibt. Als Fanfaren-Chor wurde es gegründet und trat erstmals 1980 auf dem Lübbecker Schützenfest auf –  gemeinsam mit der »Durnovaria Silver Band« aus der englischen Partnerstadt Dorchester. Die bis heute anhaltende Freundschaft dieser beiden Orchester war und ist ein wichtiges Fundament in der Verbindung dieser beiden Städte, die sicherlich auch den Brexit überdauern wird. Das Schützen-Musik-Corps unterhält auch enge Kontakte in die ungarische Partnerstadt Tiszakècske. Immer wieder besucht man sich gegenseitig. Höhepunkt der »Reisetätigkeit« des Orchesters war allerdings die Amerika-Reise im Jahre 1986 mit der Teilnahme an der Steubenparade in New York. Heute besteht das SMC überwiegend aus jungen und jungen, gut ausgebildeten Musikerinnen und Musikern, die jedes Jahr Festkonzerte mit sehr anspruchsvollen Programmen anbieten. 2019 freut man sich jetzt aber erst einmal auf das Lübbecker Schützenfest, wo es auch in disem Jahr für das Musik-Corps allerhand zu tun geben wird.

30 Jahre Flaschenzug

Die Mitglieder des Flaschenzuges werden aus allen Stadtteilen und praktisch allen Altersgruppen rekrutiert. 1992 wurde ein Banner angeschafft: Das Symbol ist ist ein Flaschenzug mit einer Bügelverschlusskappe, außerdem enthält es eine Zielscheibe und das Lübbecker Stadtwappen. Man könnte den Flaschenzug auch »Königszug« nennen, denn in seiner kurzen Geschichte verzeichnete er bereits drei Schützenkönige, drei Kronprinzen und sieben Jungschüztzenkönige. Den Flaschenzug organisieren die Offiziere Hans-Gerd Tantius, Ulrich Gödecker und Michael Buignet. Sie werden mit ihren Ausmarschierern ein fröhliches Schützenfest 2019 feiern.

Eine Töpferei inmitten eines wildschönen Gartens

Kathinka Luckmann und Gerd Lammers arbeiten und leben in einer Idylle

Brennofen editedGerd Lammers vor dem Brennofen, Kathinka Luckmann auf der Nachbarschaftsbank.Die NACHBARSCHAFTSBANK edited

Sundern (huse). Sie haben es sich schön gemacht auf ihrem Hof in Sundern. Vor fünf Jahren sind Kathinka Luckmann und Gerd Lammers von Melle hierher gezogen und betreiben ihre Töpferei, umgeben von einem bunten, an den Bedürfnissen der Natur ausgerichteten Garten.

Kathinka Luckmanns Mutter war Töpfermeisterin und so ist sie mit Ton, Glasuren und Brennofen großgeworden. Sie hatte ursprünglich vor, sich ebenfalls zur Töpfermeisterin ausbilden zu lassen, sich dann aber als freischaffende Künstlerin niedergelassen. Gerd Lammers ist früher »viel gereist«, hat in Minden einen Kunsthandwerkerladen betrieben und ist seit dem Kennenlernen von Kathinka »Seiteneinsteiger«.

Fisch auf dem Trockenen editedEin Fisch auf dem Trockenen. Statt in Sicherheit ist er auf einem abgestorbenen und verbrannten Baum gelandet.

Er kümmert sich unter anderem ums Brennen oder baut Elemente von Kathinka zusammen. Während ihre Tonarbeiten auf der Drehscheibe entstehen, macht er Aufbaukeramik. Sie entwickeln gemeinsam Ideen und sind an vielen Wochenenden mit den Ergebnissen ihrer Arbeit auf Märkten unterwegs.

Ihre Reiseradius beläuft sich auf etwa 500 Kilometer. »Ohne den Verkauf auf den Märkten würden wir das hier nicht machen können«, erklären sie: »Was wir machen, müssen wir verkaufen«. Dazu haben sie in ihrem Bauernhof einen Verkaufsladen eingerichtet. In anderen Zimmern sind neben den Wohnräumen ein Atelier und ein Raum mit dem Brennofen entstanden.

Blumentopf edited»Augen auf!« heißt es rund ums Haus. Hier ein ganz besonderer ¬Blumentopf.

Ebenso interessant wie das Innere des Hauses ist auch   das Drumherum. Insgesamt 3,5 Hektar stehen zur Verfügung. Diese Flächen werden unter anderem als Weide für fünf Pferde genutzt. Außerdem gibt es Schafe, Hühner und Laufenten, die vergnügt auf einer eingezäunten Fläche den Tag miteinander verbringen. Rund ums Haus ist ein wildbunter Garten entstanden, der für Vögel und Insekten ein wahres Paradies ist.  Aus den vielen Blüten lugt immer mal wieder ein Tonstück hervor. Man braucht Zeit, um all die schönen und ungewöhnlichen gebrannten Kleinode zu entdecken.

Keramik edited»Augen auf!« heißt es rund ums Haus. Hier ein ganz besonderer ¬Blumentopf.

Die beiden Zugezogenen fühlen sich in Sundern von den Nachbarn bestens aufgenommen. Sie bieten Kindertöpfern an, Töpferkurse, bei denen man auch viel Zeit zum Reden hat. Sie seien integriert, freut sich Kathinka Luckmann, »mit einem Künstlerbonus!«

Es gibt vor der Hofeinfahrt eine »Nachbarschaftsbank«, die zum Plauschen genutzt wird. Die Künstlerin ist Mitglied bei den Landfrauen, die den beiden bei ihren Ausstellungstagen helfen und dort zum Beispiel ihren selbstgebackenen Kuchen verkaufen. Wie es aussieht, läuft alles gut auf Knüve 7 in Sundern.

Praktikantin 2 editedKathinka Luckmann unterweist Praktikantin Melina, die vierzehn Tage in ihrem Atelier verbringt.

Kontakt: Keramikwerkstatt, Knüve 7,   Stemwede, Telefon 05745/9201421, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jubiläumstreffen mit viel Musik und Gesang

Abiturjahrgang 1969 des Wittekind-Gymnasiums hatte Spaß wie eh und je

Oberbauerschaft (huse). Wer 1969 sein Abitur gemacht hat, der hatte bis dahin nicht nur fürs Leben gelernt, sondern der wusste auch, wie man feiert. 50 Jahre nach ihrem Abitur im Jahre 1969 am Lübbecker Wittekind-Gymnasium hatten sich in der »Wiehen­therme« etwas mehr als 30 »Mädel« und »Jungs« versammelt, um das wenigstens ansatzweise unter Beweis zu stellen.

Klassenfoto groeer editedGabi Grabbe (Krahnefeld), Erhard Ohlhoff, Gerd Bohrenkämper, Annemarie Koepsell, Andreas Krämer, Jürgen Hode, Margarete Fröhlich, Dieter Schütte, Gerda Heilmann, Dieter Brinkhoff, Bärbel Lieber, Jens Kornemann, Hartmut Laue, Hans-Albert Bartel, Gerd Staashelm, Henning Meyer, Wolfgang Weise, Marion (Gast), Christiane Wehking, Harald Fischer, Pauline Matthias, Cornelia Köhler (Rügten), Gisbert Matthias, Claus Clausen, Siegfried Lindemann, Joachim Behrend, Christa Ganschow, Horst Husemöller und Martin Hölscher (von links).

Das heißt, feiern können alle noch immer, aber das Ganze läuft doch etwas ruhiger ab als Ende der 1960er und den beginnenden 1970er-Jahren. Bereits am Freitag gab es ein Vortreffen derjenigen, die im Hotel am Fuße des Wiehengebirges Quartier bezogen hatten.

Aus diesem Abend zog die nette Kellnerin, die auch bei der eigentlichen Feier am Samstag im Einsatz war, die Erkenntnis, für den Samstag »ordentlich« alkoholfreie Getränke zu bunkern.

Es geht also schon ein wenig beschaulicher zu, 50 Jahre nach dem Abitur, die Stimmung war aber dennoch heiter bis ausgelassen. Allerdings begann das Treffen mit einem traurigen Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen Dr. Dieter Löscher, der eigentlich sein Kommen zu diesem Jubiläumstreffen zugesagt hatte.

Musik ist Trumpf editedTeufelsgeiger Erhard Ohlhoff, Seitenstreichler Hartmut Laue und Gitarren-Allrounder Gerd Bohrenkämper (von links).

Gerd Staashelm und seine Mitorganisatoren hatten für seine Witwe, Kläre Löscher, einen Blumenstrauß besorgt, den am Sonntag Hartmut Laue überbrachte. Der hatte, wann immer sich bei einem Besuch in Lübbecke die Gelegenheit ergab, seine Geige unter den Arm geklemmt, um mit Dieter Löscher Hausmusik zu machen.

Gefreut haben sich die früheren Schülerinnen und Schüler besonders darüber, dass Gisbert Matthias mit seiner Frau Pauline gekommen war, um Erinnerungen miteinander auszutauschen.

Gerd Stasheim und seine Mitorganisatorinnen und Mitorganisatoren hatten, wie schon bei den vorherigen Treffen, für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt. Leicht gemacht wird dies durch die zahlreichen Musikanten innerhalb der Klasse. Da ist zum Beispiel Hartmut Laue mit seiner klassischen Geigenausbildung, dann Erhard Ohlhoff, der sich selbst als »wildgewordenen Folkmusiker« bezeichnete und ebenfalls Geige spielt. Gerd Bohrenkämper, vornehmlich Gitarrist, kommt aus der Blues-, Rock und Jazzecke. Dennoch waren die drei in der Lage, gemeinsam vorzutragen. Klassisches, Folkmusik, für die drei kein Problem.

Mit auf der kleinen Bühne im Kaminzimmer waren noch Claus Clausen, der Percussion spielte, und Harald Fischer, der direkt nach einer kurzen Tiroltournee mit seinen »Sea Captains« in Oberbauerschaft unter anderem in starkem Hamburgisch »Auf der Reeperbahn nachts um halb eins« zum Besten gab. Horst Husemöller trällerte »Route 66« und schließlich um Mitternacht sangen als gemeinsam nach Erhard Ohlhoffs Gitarre aus dessen »Gesangsbüchern« »Country Roads«, »Gute Nacht, Freunde« und noch einige Lieder mehr, die den Abijahrgang 1969 des Wittekind-Gymnasiums durch die Jugend begleitet hatten.

Eine Wiedersehensfeier, die offensichtlich allen Spaß machte und alle wünschten sich beim Abschied ein baldiges Wiedersehen, das vielleicht ncht wieder fünf Jahre auf sich warten lassen sollte.

Cartoon

jun 19 edited

 

 

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