Ruhestand auf der Stutenwiese

Brauerei-Kutschpferd Nepomuk wurde abgelöst

Lübbecke. (md) 14 Jahre war er im Dienst. Zog kraftvoll mit Kollege Heros die Brauereikutsche durch Lübbecke, ließ sich geduldig von bewundernden Kindern und treuen Fans streicheln und repräsentierte gekonnt beim jährlichen Bierbrunnenfest. Mit 17 Jahren hat Nepomuk das Rentenalter erreicht und überlässt die schwere Arbeit nun einem Jüngeren.

Brauerei-Kutschpferd NepomukFotos gehörten zu seinem Job und Nepomuk stellt sich noch einmal professionell auf. Bürgermeister Eckhard Witte, die Kutscher Reinhold Hahler und Sebastian Kämper sowie Christoph Barre nehmen Abschied. Züchter Reinhard Rausch freut sich über den gekörten Deckhengst, der jetzt zu seinem Stall gehört.

»Wir verabschieden sozusagen einen verdienten und sehr beliebten Mitarbeiter in den Ruhestand«, sagt Christoph Barre, geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Barre. Bei der kleinen Abschiedszeremonie waren selbstverständlich auch Kutscher und Pfleger der Pferde dabei. Reinhold Hahler hat das damals dreijährige Westfälische Kaltblut eingefahren und auf seine Aufgabe als Brauereipferd vorbereitet. Die ganzen Jahre hat er den Hengst betreut, war regelmäßig mit ihm auf Auslieferungstour im Lübbecker Stadtgebiet oder auch mit dem Schmuckgespann auf großen Veranstaltungen. Die Brauereikutsche ist immer schnell im Mittelpunkt, aber die Pferde nehmen den Rummel  gelassen. »Ob Autoverkehr, Menschenmassen oder ein Fernsehteam mit zahlreichen Gerätschaften, die beiden Kaltblüter sind Profis und machen einen guten Job«, berichtete Reinhold Hahler. Der Abschied fällt ihm sowie Kutscherkollege Sebastian Kämper und Pfleger Gerhard Aspelmeier nicht leicht. Doch sie entlassen Nepomuk in gute Hände: Er geht zurück zu seinem Züchter Reinhard Rausch in das hessische Waldeck. Dort wird der gekörte Hengst seine Freizeit auf einer Stutenwiese verbringen und hoffentlich für viele Nachkommen sorgen. Pferdezüchter Rausch stellt auch Nepomuks Nachfolger: Epos, siebenjährig, ebenfalls ein westfälisches Kaltblut und gerade in der »Eingewöhnungsphase«. Für den Hengst und Kutscher Sebastian Kämper steht in den nächsten Wochen ein regelmäßiges Training an, bevor der neue »Mitarbeiter« auf dem Bierbrunnenfest offiziell eingeführt wird.

 

 

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